Ban Ki-Moon: Antworten der Weltgemeinschaft auf HIV und Aids reichen nicht aus

02.05.2012 - 16:55
UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon hat in einem am 30. Mai veröffentlichten Bericht die Weltgemeinschaft aufgefordert, ihre 2011 gegebenen Versprechen zur Eindämmung von HIV/Aids einzuhalten.
Ban Ki-moon warnt vor einem Scheitern der weltweiten Bemühungen gegen HIV/Aids. Foto: Gerd Altmann, pixelio.de

Die UN-Mitgliedsstaaten hatten sich im vergangenen Jahr auf Ziele verständigt, die bis 2015 auf dem Weg zu „null HIV-Infektionen, null Diskriminierung und null Aids-bedingte Todesfälle“ erreicht werden sollten. So sollen beispielsweise die Mutter-Kind-Übertragungen von HIV gestoppt, die HIV-Neuinfektionsrate bei Erwachsenen und bei intravenös Drogen Konsumierenden halbiert und bis zu 15 Millionen Menschen in armen Ländern eine lebensverlängernde Therapie erhalten.  

Wie es in dem Bericht heißt, habe man in den letzten zehn Jahren zwar deutliche Fortschritte gemacht. Geschätzte 2,5 Millionen Todesfälle und 350.000 HIV-Neuinfektionen bei Kindern seien seit 1995 durch verbesserten Zugang zur antiretroviralen Therapie verhindert worden, und dank verstärkter HIV-Prävention seien die HIV-Neuinfektionen auf dem niedrigsten Stand seit Mitte der 2000er Jahre. Jedoch gebe es immer noch beträchtliche Lücken beim Zugang zu HIV-Versorgungsangeboten, besonders für Menschen mit erhöhtem HIV-Risiko.

Laut Ban Ki-moon muss die Weltgemeinschaft ihre Anstrengungen verdoppeln, um ihre ehrgeizigen Ziele bis 2015 erreichen zu können. Erforderlich seien dabei intelligentere und wirksamere Antworten auf Aids als bisher. Um sexuelle Übertragungen zu reduzieren und nachhaltige Verhaltensänderungen zu erreichen, würden beispielsweise HIV-Präventionsprogramme gebraucht, die auf Geschlechtergleichheit und gegenseitigen Respekt zielen. Gefordert seien ebenso Klugheit, Mut und Engagement, um bewährte Präventionsprogramme zur Stärkung von Schlüsselgruppen wie etwa Spritzdrogengebrauchern einzuführen.

In seinen Empfehlungen fordert der Generalsekretär die UN-Mitgliedsstaaten auf, ihre rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen sofort und umfassend zu überprüfen und Hindernisse aus dem Weg zu räumen, die wirksamen Maßnahmen entgegenstehen. Zugleich fordert er neue Partnerschaften und neue Ansätze zur Mobilisierung finanzieller Ressourcen. Die Mitgliedsstaaten hätten versprochen, bis 2015 jährlich bis zu 24 Milliarden US-Dollar für die HIV/Aids-Bekämpfung bereitzustellen, bislang seien aber erst 15 Milliarden US-Dollar aufgebracht worden.

 

(hc)

Weitere Informationen:

AP-Meldung vom 30.04.2012 auf kxnet.com

Bericht des UN-Generalsekretärs „Gemeinsam Aids beenden: die Ziele der Politischen Erklärung 2011 erreichen“ (PDF-Datei in englischer Sprache)

Presseerklärung des UN-Generalsekretärs (in englischer Sprache)

 

 

DruckenSeite versenden

1 Kommentar Bitte melden Sie sich an, um Kommentare zu schreiben

  • Kommentar Nr.1

    alivenkickn

    schrieb am02.05.2012 - 21:21

    Dear Mr. Ban Ki-Moon "Die Weltgemeinschaft muss ihre Anstrengungen verdoppeln, um ihre ehrgeizigen Ziele bis 2015 erreichen zu können. Erforderlich seien dabei intelligentere und wirksamere Antworten auf Aids als bisher. Da haben Sie recht, keine Frage. In erster Linie jedoch würde ich das Kind beim Namen nennen. Oder besser die Kinder die dafür verantwortlich sind direkt ansprechen. Die Namen der Kinder die da u.a. wären: Russland, Ukraine, Bulgarien, Rumänien und vor allen Dingen die Regierungen der USA und Europa die in ihren unredlichen Bemühen den Vorgaben der HIV Medikamente Hersteller im Rahmen der von ihnen geführten Gesprächen mit den div Frei Handels Zonen weltweit nicht nachlassen die Herstellung von Generika zu einem bezahlbaren Preis für Menschen die mit 2 US $ und weniger ihren täglichen Kampf ums Überleben bestreiten müssen auf Teufel komm raus zu verhindern. In diesem Sinne Get real Mr. Ban Ki-Moon
    99abe2eb74ad67aef1dce331d82e7cf1