Das Borderline-Syndrom

Grundkurs 2

Kennzeichen des Borderline-Syndroms sind wechselnde emotionale Zustände, heftige zwischenmenschliche Beziehungen sowie Probleme im Umgang mit Wut. Die Betreuung der Betroffenen erfordert zwangsläufig einen höheren Aufwand an Planung, Strukturierung und emotionaler Energie. Angesichts der Schwierigkeiten in der Versorgung ist es wichtig, mit den häufigsten Erscheinungsformen der Symptomatik vertraut zu sein.

Auffällig ist, dass die Vorstellungen vom „richtigen Umgang“ mit diesen Klient(inn)en sehr unterschiedlich sind, was bis zur Spaltung eines Teams führen kann. Diese Dynamik als eine „Spiegelung“ der Situation der Betreuten zu verstehen, ist ein wichtiger Schritt hin zu einer angemessenen Betreuung und entlastet zugleich die Mitarbeiter/innen. Im Seminar wird deshalb zum einen Basiswissen zum Krankheitsbild vermittelt, zum anderen durch reflektierte Selbsterfahrung und Fallarbeit das Verständnis für die Dynamik eines Borderline-Syndroms gefördert. Die Teilnehmer/innen sollen außerdem

  • Borderline-spezifische Gegenübertragungen identifizieren lernen
  • erkennen, wie wichtig klare Strukturen – auch in der Abgrenzung – sind
  • wesentliche Aspekte des Patientenvertrags kennenlernen
  • lernen, wo die Grenzen der Betreuung liegen – dies zum Schutz des Personals und der Betreuten
  • lernen, Warnzeichen möglichst früh zu erkennen, um einer Eskalation zwischen Betreuenden und Betreuten vorzubeugen.

Eine Zertifizierung des Seminars ist bei der Psychotherapeutenkammer Bayern beantragt.

Termin: Beginn: 02.07.2010     Ende: 04.07.2010
Ort: Akademie Schönbrunn (bei München), Markt Indersdorf
Zielgruppe:
Leitung:

Michaela Müller, Karl Lemmen

Teilnehmerzahl: 14
Teilnahmegebühr: 110,00 €
Fahrtkostenerstattung: ja (Bedingungen)
Rückfragen: Karl Lemmen, Tel. 030 / 69 00 87-49, E-Mail: Karl.Lemmen@dah.aidshilfe.de
Seminarkennnummer: 2B-5160
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