Im sozialen Hilfesystem gehört die Drogenarbeit zu den Bereichen mit der höchsten Personalfluktuation. Gravierende gesundheitliche Probleme (z. B. Koinfektion mit HIV und Hepatitis), Verelendung und Tod einerseits, die ablehnende Haltung der Gesellschaft zum Konsum illegaler Drogen und die Ausgrenzung HIV-positiver Drogengebraucher/innen andererseits fördern das Gefühl, ohnmächtig und überfordert zu sein, und lassen – schneller als in anderen Bereichen – die Frage nach dem Sinn der Arbeit aufkommen.
Diese Fortbildung bietet einen geschützten Raum, in dem man die eigene Arbeit reflektieren und offen über die persönlichen Grenzen des akzeptierenden Arbeitens sprechen kann.
Im ersten Teil werden Methoden für die Gestaltung von Beratungs- und Betreuungsprozessen vermittelt.
Im zweiten Teil soll anhand von Beispielen aus dem Praxisalltag geprüft werden, inwieweit es gelingt, die bisher erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten anzuwenden.
Anmeldeschluss für beide Teile: 16.12.2011
