Kennzeichen des Borderline-Syndroms sind wechselnde emotionale Zustände, heftige zwischenmenschliche Beziehungen sowie Probleme im Umgang mit Wut. Die Betreuung der Betroffenen erfordert zwangsläufig einen höheren Aufwand an Planung, Strukturierung und emotionaler Energie. Angesichts der Schwierigkeiten in der Versorgung ist es wichtig, mit den häufigsten Symptomen des Krankheitsbildes vertraut zu sein.
Auffällig ist, dass die Vorstellungen vom „richtigen Umgang“ mit diesen Klient(inn)en sehr unterschiedlich sind, was bis zur Spaltung eines Teams führen kann. Diese Dynamik als eine „Spiegelung“ der Situation der Betreuten zu verstehen, ist ein wichtiger Schritt hin zu einer angemessenen Betreuung und entlastet zugleich die Mitarbeiter/innen. Im Seminar wird deshalb zum einen Basiswissen zum Krankheitsbild vermittelt, zum anderen durch reflektierte Selbsterfahrung und Fallarbeit das Verständnis für die Dynamik eines Borderline-Syndroms gefördert. Die Teilnehmer/innen sollen außerdem
- Borderline-spezifische Gegenübertragungen identifizieren lernen
- erkennen, wie wichtig klare Strukturen – auch in der Abgrenzung – sind
- wesentliche Aspekte des Patientenvertrags kennenlernen
- lernen, wo die Grenzen der Betreuung liegen – dies zum Schutz des Personals und der Betreuten
- lernen, Warnzeichen möglichst früh zu erkennen, um einer Eskalation zwischen Betreuenden und Betreuten vorzubeugen.
Eine Zertifizierung des Seminars ist bei der Psychotherapeutenkammer Bayern beantragt.
Anmeldeschluss: 13.05.2012
Schulungsreihe „HIV und Psyche“: Überblick über das Kursangebot:
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Grundkurse |
Angebot |
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1) Affektive Störungen: Depression und Manie |
jährlich |
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2) Das Borderline-Syndrom als Herausforderung für die Teamarbeit |
jährlich |
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Aufbaukurse |
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Beziehungsgestaltung in der Arbeit mit Menschen mit psychiatrischen Problemen |
alle 2 Jahre |
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„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ – Aufnahme neuer Klient(inn)en in die Pflege und Betreuung |
alle 2 Jahre |
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Abschied und Entlassung – verstehen, was passiert |
alle 2 Jahre |
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Schwierige Situationen in Beratung und Betreuung |
alle 2 Jahre |
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Betreuung von Menschen mit chronischer Substanzabhängigkeit |
alle 2 Jahre |
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Das Konzept der Mentalisierung in der sozialen Arbeit (NEU ab 2012) |
alle 2 Jahre |
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Migration und Trauma (NEU ab 2013) |
alle 2 Jahre |
Der Einstieg in die Schulungsreihe muss mit einem der beiden Grundkurse erfolgen, die Aufbaukurse können je nach den eigenen zeitlichen Möglichkeiten belegt werden.

