In den letzten Jahren ist im Bereich sexueller Dienstleistungen eine Zunahme riskanter Arbeitsweisen zu verzeichnen, die eine Übertragung von HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten (STDs) begünstigen. Das liegt vor allem auch daran, dass die Zahl von Migrantinnen, die der Sexarbeit nachgehen, stark gestiegen ist; darunter befinden sich viele, die bisher kaum etwas vom erforderlichen Infektionsschutz gehört haben und folglich ohne entsprechendes Know-how anschaffen. HIV- und STD-Prävention durch gezielte Information und Unterstützung gesundheitsbewusster, professioneller Arbeitsweisen wird daher immer wichtiger.
Diese Fortbildung will dazu beitragen, die HIV- und STD-Prävention für Sexarbeiterinnen zu fördern und zu verbessern. Der Schwerpunkt liegt daher auf der Vermittlung von Präventionsansätzen, dem Erfahrungsaustausch zur Anwendung verschiedener Methoden und Materialien und der Diskussion zur Übertragbarkeit neuer wie auch bewährter Arbeitsansätze auf andere Akteure und Regionen – dies insbesondere vor dem Hintergrund des 2002 in Kraft getretenen Prostitutionsgesetzes, das neue Wege für die Prävention eröffnet hat. Darüber hinaus sollen verschiedene Ausstiegshilfen und Qualifizierungsmöglichkeiten für Sexarbeiterinnen aufgezeigt werden.
