Glossar
- B
B-Lymphozyten
auch B-Zellen; im lymphatischen Gewebe des Darms differenzierte Lymphozyten, die v.a. an der Immunantwort beteiligt sind und sich nach Aktivierung durch T-Lymphozyten zu speziellen antikörperbildenden Zellen entwickeln, sog. Plasmazellen und B-Gedächtniszellen.Bakterien
Kleinstlebewesen; es gibt viele nützliche Bakterien (z. B. im Darm); teilweise aber auch Ursache für Krankheiten; können mit Antibiotika (z. B. Penicillin) behandelt werdenbakteriostatisch
bezeichnet die Eigenschaft von Substanzen, das Wachstum von Bakterien zu hemmen.bakterizid
bezeichnet die Eigenschaft von Substanzen, Bakterien abzutöten.Barebacking
wörtlich (engl.) Reiten ohne Sattel; v.a. unter homosexuellen Männern übliche Bezeichnung für sexuelle Praktiken unter bewußtem Verzicht auf Safer Sex.bDNA
Abk. für (engl.) branched DNA, verzweigte DNA; labormedizinisches Verfahren zur Nukleinsäureamplifikation, mit dem auch geringe Mengen von HIV-RNA bestimmt werden können; Verwendung in der HIV-Diagnostik und der Bestimmung der Viruslast.Beigebrauch
Bezeichnung für den Konsum von Drogen oder Suchtmitteln während einer Substitutionstherapie.Benzodiazepine
Wirkstoffe aus der Narkosemedizin; auch als Schlaf- und Beruhigungsmittel bekannt; Einsatz bei Schlafstörungen, Angst, Erregung und innerer Unruhe (z. B. Valium© (Diazepam), Rohypnol© (Flunitrazepam))Bestätigungstest
Bezeichnung für labormedizinische Verfahren zur Überprüfung eines reaktiven Befunds aus einem Suchtest, im Rahmen der HIV-Diagnostik werden z.B. Western Blot, Immunfluoreszenztest oder Polymerasekettenreaktion angewendet. Bestätigungstests haben eine hohe Spezifität, falsch-positive Ergebnisse sind sehr selten.Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung
Abk. BtMVV; Kurzbezeichnung für die Verordnung über das Verschreiben, die Abgabe und den Nachweis des Verbleibs von Betäubungsmitteln; enthält u.a. Regelungen über Abgabe und Verkehr von verschreibungsfähigen Betäubungsmitteln.Betäubungsmittelgesetz
Abk. BtMG; Kurzbezeichnung für Gesetz über den Verkehr mit Betäubungsmitteln vom 28.7.1981; enthält u.a. Regelungen zu Erzeugung, Handel und Gebrauch von Betäubungs- und Rauschmitteln sowie zur Einrichtung von Drogenkonsumräumen.Bilanztest
Bilirubin
Biopsie
Entnahme einer Gewebeprobe vom lebenden Organismus zur weiteren (z.B. histologischen oder mikrobiologischen) Untersuchung.Blackout
Auch „Aussetzer“, „Filmriss“; bezeichnet umgangssprachlich einen vorübergehenden Gedächtnisverlust, teilweise auch verbunden mit BewusstlosigkeitBleichmittel
chemische Substanzen, die die Farbigkeit von Textilien oder Papier abschwächen; sie wirken in geringem Maß auch keimabtötend und werden u.a. als Notbehelf zur Keimreduzierung verwendet, wenn keine Desinfektionsmittel zur Verfügung stehen.Blindstudie
Form der klinischen Studie, bei der Studienteilnehmern nicht bekannt ist, ob sie das zu prüfende Arzneimittel oder ein Placebo erhalten.blips
(engl.) Signal; Fachbezeichnung für vorübergehende, geringfügige Erhöhungen der Viruslast bei vorher nicht nachweisbarer Viruslast; im Rahmen einer antiretroviralen Kombinationstherapie ein häufig zu beobachtendes Phänomen, dessen Ursache unklar ist; blips sind nicht mit einem Therapieversagen assoziiert und scheinen bei Patienten mit frühem Therapiebeginn seltener zu sein.Blutfettwerte
Cholesterin und Triglyceride (Lipide); Cholesterin wird zum Aufbau der Zellen sowie zur Bildung von Hormonen und Gallensäure benötigt; hohe Blutfettwerte führen z. B. zu Gefäßverengung, es entsteht z. B. BluthochdruckBlutplasma
Blutprodukte
Sammelbezeichnung für alle aus Blut gewonnene Blut-, Plasma- oder Serumkonserven, Blutbestandteile oder Zubereitungen aus Blutbestandteilen, die zur Anwendung am Menschen bestimmt sind; sie unterliegen in Deutschland dem Arzneimittelrecht; therapeutisch werden sie meist dazu verwendet, einen bestehenden Mangel bestimmter Blutbestandteile auszugleichen. HIV-Infektionen durch Blutprodukte sind nach der Einführung obligatorischer HIV-Antikörpertests bei Blut- und Plasmaspenden heute in Deutschland selten (geschätzte Häufigkeit 1 zu 1,5 Millionen); Plasmaprodukte werden neben einer Testung zusätzlich virusinaktivierenden oder -abreichernden Verfahren unterzogen.Blutzucker
umgangssprachliche Bezeichnung für die im Blut meßbare Konzentration von Glukose; Erhöhungen (Hyperglykämie) oder Erniedrigungen (Hypoglykämie) können auf Stoffwechselstörungen hinweisen, z.B. Diabetes mellitus oder Insulinresistenz.Booster-Effekt
von (engl.) boost, verstärken; Fachbezeichnung für die Verstärkung einer Arzneimittelwirkung (z.B. Booster-Dosis bei der antiretroviralen Therapie mit Proteaseinhibitoren mit kleiner Dosis Ritonavir) oder der Immunantwort (z.B. durch Auffrischungsimpfung).Buprenorphin
morphinartiges Arzneimittel, das zur Behandlung starker Schmerzen und (evtl. als Kombinationspräparat mit Naloxon) zur Substitutionstherapie verwendet wird (Opioid). UAW: u.a. Schwitzen, Schwindel, Kopfschmerz, Verlangsamung der Atemfrequenz.
