Glossar

  1. a
  2. b
  3. c
  4. d
  5. e
  6. f
  7. g
  8. h
  9. i
  10. j
  11. k
  12. l
  13. m
  14. n
  15. o
  16. p
  17. q
  18. r
  19. s
  20. t
  21. u
  22. v
  23. w
  24. x
  25. y
  26. z
  27. 0
  28. 1
  29. 2
  30. 3
  31. 4
  32. 5
  33. 6
  34. 7
  35. 8
  36. 9
  1. C
    1. Candidose

      Auch „Candida-Mykose“ oder „Soor“; Pilzerkrankung mit dem Hefepilz Candida; gut behandelbar
    2. Cannabis

      (Hanf-)Pflanze, aus der Haschisch und Marihuana („Gras“) gewonnen werden
    3. Capsaicin

      Inhaltsstoff aus Paprikafrüchten, der in Cremeform als Arzneimittel zur lokalen Behandlung von Muskelverspannungen und Schmerzen angewendet wird. UAW: u.a. Hautreaktionen.
    4. CCR5

      Chemokinrezeptor, der als Mediator für die Regulation von Leukozytenwanderungen bei Entzündungen wichtig ist und an den die Chemokine MIP-1 alpha, beta und Rantes binden; er wird bei der Bindung von HIV an Zellen als Korezeptor v.a. in der frühen Phase einer HIV-Infektion genutzt. Ein vollständiges oder teilweises Fehlen bei CCR5delta32-Mutation scheint mit einem verringerten Risiko für eine HIV-Infektion bzw. einem langsameren Verlauf assoziiert zu sein.
    5. CCR5-Blocker

      Substanzen und Arzneimittel, die am Chemokinrezeptor CCR5 binden (Chemokinrezeptorenblocker) und den Eintritt von HIV in Zellen hemmen.
    6. CD4-Bindungsinhibitoren

      Substanzen, die die Bindung von HIV an CD4-Rezeptoren v.a. von T-Helferzellen, aber auch von Monozyten, Makrophagen oder dendritischen Zellen hemmen und so den Eintritt von HIV in Körperzellen verhindern (sog. Entry-Inhibitoren).
    7. CD4-Rezeptor

      an der Oberfläche bestimmter Zellen (u.a. Monozyten, Makrophagen, CD4-Zellen) vorhandenes spezifisches Protein, an das Antigene binden können. HIV bindet mit seinem Hüllprotein gp120 am CD4-Rezeptor von Körperzellen; mit CD4-Bindungsinhibitoren wird versucht, diesen Vorgang zu hemmen.
    8. CD4-Zellen

      Bestimmte Helferzellen; auch „T-Helferzellen“ genannt; Bestandteil des körpereigenen Abwehrsystems (Immunsystems)
      Synonyme: CD4-Zelle
    9. CD4-Zellen-lang

      auch T-Helferzellen; Untergruppe der T-Lymphozyten, die durch einen CD4-Rezeptor an der Zelloberfläche charakterisiert sind; sie erkennen im Rahmen der Immunantwort u.a. nach Antigenpräsentation entsprechende Antigene und aktivieren B-Lymphozyten; Einteilung in zwei Gruppen: TH1-Zellen, die v.a. Interferon gamma und Tumor-Nekrose-Faktoren bilden und die zelluläre Immunantwort aktivieren, und TH2-Zellen, die die Interleukine 4, 6, und 19 bilden und überwiegend die humorale Immunantwort stimulieren. Bei HIV-Infektion kommt es nach Bindung von HIV an den CD4-Rezeptor u.a. zur Infektion von CD4-Zellen, deren absolute Zahl und prozentualer Anteil an der Gesamtlymphozytenzahl im Verlauf der Infektion abnimmt. Die CD4-Zellzahl wird als Surrogatmarker für die Beurteilung des Infektionsverlaufs verwendet, wobei zu berücksichtigen ist, daß starke Schwankungen (um 50-100 Zellen/µl) aufgrund anderer Faktoren möglich sind (u.a. Labormethoden, banale Infekte, vorausgegangene Schutzimpfungen); aussagekräftiger ist die Bestimmung der CD4/CD8-Ratio.
    10. CD4/CD8-Ratio

      Verhältnis von CD4-Zellen (Helferzellen) zu CD8-Zellen (Suppressorzellen); i.d.R. ist die CD4-Zellzahl höher als die CD8-Zellzahl, so daß das normale Verhältnis zwischen 1,5 und 2,5 liegt; mit fortschreitender HIV-Infektion nimmt die CD4-Zellzahl ab. Verwendung als Surrogatmarker für die Beurteilung von Infektionsverlauf und Immunstatus.
    11. CD8-Zellen

      auch Suppressorzellen; Untergruppe der T-Lymphozyten, die durch einen CD4-Rezeptor an der Zelloberfläche charakterisiert sind und im Rahmen einer Immunantwort u.a. die Bildung von Antikörpern und andere Reaktionen unterdrücken können. Bei HIV-Infektion ist ihre Zahl im Verhältnis zu den CD4-Zellen erhöht.
    12. Chemokine

      sog. chemotactic cytokines; von verschiedenen Zellen gebildete Botenstoffe (chemotaktische Zytokine), die u.a. Leukozyten im Rahmen von Entzündungsvorgängen oder Abwehrreaktionen zu einer Einwanderung in bestimmte Gewebe veranlassen oder Immunzellen aktivieren, indem sie an deren Chemokinrezeptoren binden; Einteilung nach chemischen Eigenschaften in unterschiedliche Gruppen, z.B. CC-, CCL- oder CXC-Chemokine.
    13. Chemokinrezeptoren

      Rezeptoren an der Oberfläche verschiedener Körperzellen, die die Bindungsstelle für Chemokine sind und extrazelluläre Signale in das Zellinnere weiterleiten (Transmembranproteine); Einteilung nach chemischen Eigenschaften in unterschiedliche Gruppen, z.B. CCR, CXCR; CCR5 und CXCR4 sind als Korezeptoren bei der Bindung von HIV an CD4-Rezeptoren bedeutsam.
    14. Chemokinrezeptorenblocker

      Substanzen oder Arzneimittel, die die Bindung von HIV an die Chemokinrezeptoren CCR5 oder CXCR4 und damit den Eintritt von HIV in Zellen hemmen (sog. Entry-Inhibitoren).
    15. Chlamydien

      Bakterien, die zu einer Entzündung an Schleimhäuten führen (z. B. Harnröhre, Scheide, Analbereich, Mund- und Rachenraum); gut behandelbar
    16. Cholesterin

      Wird zum Aufbau der Zellen sowie zur Bildung von Hormonen und Gallensäure benötigt; hohe Werte führen z. B. zu Gefäßverengung, es entsteht z. B. Bluthochdruck
    17. Cholesterin-long

      ein Lipoid (fettähnliche Substanz), das überwiegend als sog. exogenes Cholesterin mit der Nahrung aufgenommen wird und im menschlichen Organismus in freier Form sowie gebunden als Cholesterinester vorkommt; biochemisch u.a. Vorstufe von Gallensäuren und Steroidhormonen sowie wesentlicher Bestandteil zahlreicher Körperstrukturen (z.B. Zellmembran, Nervenscheiden). Als Hypercholesterinämie werden Erhöhungen, als Hypocholesterinämie Erniedrigungen der im Blut meßbaren Konzentration bezeichnet.
    18. Chronische Krankheit

      Erkrankungen, die sich langsam entwickeln, lange andauern, schwer oder gar nicht geheilt werden können
      Synonyme: chronische Erkrankung, chronische Erkrankungen
    19. Codein

      morphinartiges, hustendämpfendes und schmerzstillendes Mittel (Opioid), das als Arzneimittel zur Behandlung von Reizhusten und (selten) in der Substitutionstherapie verwendet wird. UAW: u.a. Sedierung, Verstopfung.
    20. Coming out

      wörtlich (engl.) Herauskommen; ursprünglich Bezeichnung für die Mitteilung der eigenen Homosexualität an Personen des sozialen Umfelds; heute auch als Bezeichnung für die Mitteilung einer HIV-Infektion verwendet.
    21. Community Advisory Board

      Abk. CAB; (engl.) Bezeichnung für Mitte der 1980er Jahre zunächst in den USA und Europa entstandene, beratend tätige Gruppen von Menschen mit HIV und AIDS, Therapieaktivisten, Interessenvertretern, Angehörigen und auch Mitarbeitern von Nichtregierungsorganisationen, die an der Planung von klinischen Studien, Präventions- und Informationskampagnen oder Impfstoffstudien mitwirken; Ziele sind u.a. eine nachhaltige Beteiligung von Menschen mit HIV durch Berücksichtigung ihrer Fragestellungen und Interessen; wichtige Arbeitsfelder sind u.a. die Prüfung von Studienprotokollen oder Forschungsvorhaben im Hinblick auf 1. die zu untersuchenden Fragestellungen; 2. Ein- und Ausschlußkriterien für Studienteilnehmer; 3. praktische Aspekte der Studiendurchführbarkeit; 4. Verständlichkeit der Informationen für Studienteilnehmer und 5. Datenschutz. Stand zunächst der Zugang zu experimentellen Medikamenten im Vordergrund, so werden heute Aspekte der Patientensicherheit und der Schutz von Patientenrechten zunehmend bedeutsamer; durch ihre Mitwirkung an nationalen und internationalen Konferenzen repräsentieren CABs die Interessen betroffener Menschen auch im Rahmen wissenschaftlicher Veranstaltungen.
    22. Compliance

      (engl.) Fügsamkeit, Nachgiebigkeit; Fachbezeichnung für 1. Fähigkeit bzw. Bereitschaft von Patienten, ärztlichen Anweisungen und Therapievorgaben zu folgen (sog. Therapietreue). 2. Dehnbarkeit von Lunge und Brustkorb.
    23. Compliance

      Englisch für „Fügsamkeit“, „Nachgiebigkeit“; Fähigkeit bzw. Bereitschaft von Patienten, ärztlichen Anweisungen und Therapievorgaben zu folgen
      Synonyme: Therapietreue
    24. Condylomata acuminata

      auch Feigwarzen, Genitalwarzen; sexuell übertragbare Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV 6, 11). Als Symptome treten Wochen bis Monate nach Infektion zunächst punktförmige Knötchen, später blumenkohlartige Wucherungen an Vulva und Vagina bzw. Vorhaut und Eichel oder in der Analregion auf; bei längerem Bestehen oder Immunschwäche z.T. mit erheblichem Wachstum (v.a. im Bereich von Zervix und Anus) und Neigung zu invasivem Wachstum, Fistelbildung und Gefahr einer malignen Entartung v.a. im Bereich von Gebärmutterhals (CIN) und Anus (AIN). Therapie je nach Lokalisation und Ausmaß entweder medikamentös mit lokaler Applikation von Warzenmitteln, Retinoiden, Immunmodulatoren (Imiquimod, Interferon-alpha) oder Zytostatika; evtl. chirurgische Entfernung.
    25. Condylomata lata

      breite, knötchenförmige Epithelwucherungen im Stadium II einer Syphilis.
    26. Condylomata plana

      flache Kondylome; sexuell übertragbare Infektion durch humane Papillomaviren (HPV 16, 18) mit flachen warzenartigen Gewebewucherungen v.a. im Bereich von Gebärmutterhals und Vagina, seltener Vorhaut; das Risiko für die Entstehung bösartiger Tumoren ist erhöht.
    27. CRF

      Abk. für (engl.) circulating recombinant forms; zirkulierende rekombinante Formen eines Virus mit jeweils unterschiedlichen genetischen Eigenschaften, die bei Koinfektionen mit verschiedenen viralen Subtypen entstehen können.
    28. Crystal

      Synthetische Droge, Wirkstoff: Methamphetamin; Konsum verursacht Euphorie, verringert Schlafbedürfnis, steigert Leistungsfähigkeit und Lustempfinden; starke Suchtgefahr und schwere Neben- und Wechselwirkungen möglich
    29. CXCR4

      Chemokinrezeptor, der für die Bildung von B-Zellen, Blutzellen und die Entwicklung von Nervenzellen wichtig ist und an den das Chemokin SDF-1 bindet; er wird als Korezeptor bei der Bindung von HIV an Zellen v.a. in späten Phasen einer HIV-Infektion genutzt. Ein Fehlen oder eine vollständige Ausschaltung in Tierversuchen ist mit einem Absterben während der Fetalentwicklung assoziiert.
    30. CXCR4-Blocker

      Substanzen, die am Chemokinrezeptor CXCR4 binden (Chemokinrezeptorenblocker) und den Eintritt von HIV in Zellen hemmen.