Glossar
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Darmparasiten
Überbegriff für Kleinstlebewesen; verursachen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich; häufig sind Amöben, Dünndarm-Parasiten (Giardia lamblia) und Madenwürmer; gut behandelbarDarmparasiten
Überbegriff für Kleinstlebewesen; verursachen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich; häufig sind Amöben, Dünndarm-Parasiten (Giardia lamblia) und Madenwürmer; gut behandelbarDemenz
fortschreitender Verlust intellektueller Fähigkeiten mit begleitenden psychischen Störungen, der auf einer Schädigung des Gehirns beruht.dendritische Zellen
bäumchenartige Zellen des Immunsystems, die an der Immunantwort beteiligt und zur Antigenpräsentation fähig sind; durch Bildung von Zytokinen und zelluläre Faktoren stimulieren sie T-Lymphozyten. Unterschieden werden: 1. follikuläre dendritische Zellen in den Keimzellen von Lymphknoten; 2. interdigitierende dendritische Zellen v.a. in Lymphknoten, Milz und Thymus; 3. Langerhans-Zellen in Haut und Schleimhäuten.Depression
Bezeichnung für einen Gemütszustand, der durch eine gedrückte (bis traurige) Stimmungslage, Interessen- und Freudlosigkeit charakterisiert ist und von Antriebs-, Konzentrations- und Denkstörungen, herabgesetztem Selbstwertgefühl u.a. psychischen Veränderungen begleitet werden kann; eine Selbstmordgefährdung (Suizidgefahr) ist möglich. Bei HIV-Infektion häufiges Vorkommen, u.a. als reaktive Depression nach belastenden Lebensereignissen (Mitteilung der Diagnose einer HIV-Infektion), aber auch bei Stoffwechselstörungen oder als unerwünschte Arzneimittelwirkung. In der Therapie werden stimmungsaufhellende Arzneimittel (Antidepressiva) begleitend zu einer Psychotherapie eingesetzt.Dermatomykosen
auch Dermatophytosen, kutane Mykosen; Pilzerkrankungen der Haut bzw. ihrer Anhangsgebilde durch Trichophyten, Epidermophyten oder Microsporum-Arten; häufig sind oberflächlich-schuppende Hautherde; bei einer Onychomykose (Nagelpilzerkrankung) kommt es zu Verfärbungen, Verdickungen und Wachstumsstörungen der Nägel und Entzündungen (Paronychie). Therapie je nach Ausbreitung lokal oder systemisch mit Antimykotika; Rezidive sind häufig.Diabetes mellitus
sog. Zuckerkrankheit; Störungen des Glukosestoffwechsels verschiedenster Ursache; gemeinsames Merkmal unterschiedlicher Formen sind ein Mangel an Insulin und starke Schwankungen des Blutzuckerspiegels, meist als Blutzuckererhöhung (Hyperglykämie). Im Zusammenhang mit der antiretroviralen Therapie einer HIV-Infektion (u.a. mit Proteaseinhibitoren) wird ein vermehrtes Vorkommen beschrieben.Diagnose
Krankheitserkennungdiagnostisches Fenster
Bezeichnung für eine Phase, in der Untersuchungsmethoden eine Erkrankung (noch) nicht nachweisen. Bei einer HIV-Infektion beträgt die Fensterperiode zwischen Infektion und Nachweis beim HIV-Antikörpertest mehrere Wochen, während ein HIV-Antigennachweis oder ein direkter Virusnachweis (z.B. mit Polymerasekettenreaktion oder bDNA) z.T. bereits nach etwa 2-3 Wochen möglich sein kann.Diamorphin
Pharmazeutisch hergestelltes HeroinDihydrocodein
Abk. DHC; morphinartiges, hustendämpfendes und schmerzstillendes Mittel (Opioid), das als Arzneimittel zur Behandlung von Reizhusten, Schmerzen und (selten) in der Substitutionstherapie verwendet wird. UAW: u.a. Verlangsamung der Atemfrequenz, Sedierung, Übelkeit, Kontraktion der glatten Muskulatur mit Verstopfung und Störungen des Wasserlassens.Dissemination
Aussaat oder Ausbreitung von Krankheitserregern oder einer zunächst lokal begrenzten Krankheit innerhalb des Körpers.DNA
Abk. für (engl.) deoxyribonucleic acid; die aus zwei spiralförmig angeordneten Ketten (Doppelhelix) von Nukleotiden bestehende Desoxyribonukleinsäure ist Träger der genetischen Information.DNA-Vakzine
experimentelle Impfstoffe, bei denen außerhalb des Chromosoms gelegene, meist ringförmige DNA-Abschnitte (sog. nackte DNA) nach intramuskulärer Injektion u.a. von dendritischen Zellen aufgenommen werden, die dann entsprechende Genprodukte produzieren, sie als Antigene freisetzen und damit eine Immunreaktion auslösen oder verstärken; Untersuchung u.a. als experimentelle HIV-Vakzine in klinischen Studien.Doppelblindstudie
Form der klinischen Studie, bei der weder Ärzten, noch Studienteilnehmern bekannt ist, welches Behandlungsverfahren angewendet wird; Durchführung z.B. als placebokontrollierte Studie zur Bestimmung der Wirksamkeit des zu prüfenden Arzneimittels oder bei Dosisfindungsstudien.DOTS
Abk. für (engl.) directly observed therapy under supervision; Bezeichnung für direkt unter Beobachtung und Anleitung (durch Ärzte, medizinisches Personal, Patiententrainer, Mitarbeiter von Gesundheitsämtern, Hilfsorganisationen u.a.) durchgeführte Therapien mit dem Ziel, deren regelmäßige Durchführung sicherzustellen; z.B. im Rahmen von Tuberkulose-Bekämpfungsprogrammen die Einnahme von Tuberkulostatika.Drogenkonsumräume
sog. Druckräume; Bezeichnung für Einrichtungen, in denen Gelegenheit zum Verbrauch nicht ärztlich verschriebener Betäubungsmittel besteht; Ziele dieser im Rahmen akzeptierender Drogenarbeit in den 1990er Jahren entstandenen Einrichtungen sind u.a. die Schaffung hygienischer Bedingungen für Injektionen (Vermeidung von Infektionen, z.B. durch Nadel- und Spritzenaustauschprogramme), Soforthilfe bei lebensgefährlicher Überdosis sowie die Bereitstellung weiterführender Hilfsangebote; ungeachtet der Tatsache, daß sich im Umfeld von Drogenkonsumräumen ein Rückgang der sog. Drogenszene beobachten läßt und die Zahl der Todesfälle durch Überdosierungen zurückgeht, bleiben Drogenkonsumräume politisch weiterhin umstritten und existieren z.Z. nicht in allen Bundesländern.Dysenterie
Fachbezeichnung für schwere, bakteriell bedingte entzündliche Erkrankungen des (Dick-)Darms; Vorkommen z.B. bei Amöbiasis.Dysplasie
Fachbezeichnung für 1. Fehlbildungen infolge gestörter Gewebe- und Organentwicklung; 2. pathologische Veränderungen von Zellen.
