Glossar

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  26. z
  27. 0
  28. 1
  29. 2
  30. 3
  31. 4
  32. 5
  33. 6
  34. 7
  35. 8
  36. 9
  1. F
    1. fäkal-orale Übertragung

      Infektion mit Krankheitserregern durch Aufnahme von kotverunreinigtem, infektiösem Material (z.B. verunreinigtes Wasser) durch den Mund.
    2. falsch-negativ

      bezeichnet ein Test- oder Untersuchungsergebnis, das tatsächlich vorliegende Zustände oder Sachverhalte fälschlicherweise nicht anzeigt. Ein falsch-negativer HIV-Antikörpertest zeigt trotz vorhandener HIV-Antikörper keine Reaktion, z.B. wegen zu geringer Sensitivität des Tests oder infolge von Verfahrensfehlern.
    3. falsch-positiv

      bezeichnet ein Test- oder Untersuchungsergebnis, das nicht vorliegende Zustände oder Sachverhalte fälschlicherweise anzeigt. Ein falsch-positiver HIV-Antikörpertest zeigt ohne Vorliegen einer HIV-Infektion eine Reaktion, z.B. wegen zu geringer Spezifität des Tests oder aufgrund von Kreuzreaktionen.
    4. Feigwarzen

      Virusinfektion mit HPV (Humanes-Papilloma-Virus); leicht übertragbar; können unbehandelt schwere Folgen haben (Anal- und Gebärmutterhalskrebs); gut behandelbar bei rechtzeitiger Diagnose
    5. Fettakkumulation

      Ansammlung und Zunahme von Fettgewebe (Lipohypertrophie); die genauen Entstehungsmechanismen sind ungeklärt, bei HIV-Infektion wird ein vermehrtes Vorkommen in Verbindung mit einer antiretroviralen Therapie beobachtet; als Ursache werden u.a. Wechselwirkungen von Proteaseinhibitoren mit körpereigenen Enzymen des Fettstoffwechsels diskutiert; eine gleichzeitige Fettatrophie in anderen Körperregionen sowie weitere Stoffwechselstörungen sind möglich. Eine Fettansammlung kann individuell unterschiedlich stark ausgeprägt sein; häufig sind eine Zunahme im Bauchraum (viszerale Fetteinlagerung), Nacken- (sog. Stiernacken) oder Brustbereich (häufiger bei Frauen); das Auftreten von Fettgewebsgeschwulsten (Lipomen) ist möglich. Diagnostisch ist die Selbstwahrnehmung Betroffener wegweisend; objektivierend werden anthropometrische Verfahren (z.B. Messung des Taillenumfangs) und evtl. bildgebende Verfahren (Computertomographie, Kernspintomographie) eingesetzt. Die Behandlung richtet sich nach Ausmaß der Symptome und evtl. begleitenden Stoffwechselstörungen; allgemein empfohlen werden diätetische Maßnahmen und körperliche Betätigung (moderater Ausdauersport); medikamentös ist eine Behandlung mit rekombinantem Wachstumshormon (rhGH) möglich, jedoch ist die Wirkung nach Absetzen reversibel; eine chirurgische Fettentfernung (z.B. Fettabsaugung) kann bei lokal umschriebenen Fettansammlungen und Lipomen erfolgreich sein, Rezidive sind häufig.
    6. Fettatrophie

      Fettverlust mit einem Schwund von subkutanem Fettgewebe (Lipoatrophie); die genauen Entstehungsmechanismen sind ungeklärt, bei HIV-Infektion wird ein vermehrtes Vorkommen in Verbindung mit einer antiretroviralen Therapie beobachtet; als Ursache wird u.a. eine mitochondriale Toxizität von Nukleosidanaloga (NRTIs) diskutiert; eine gleichzeitige Fettakkumulation in anderen Körperregionen sowie weitere Stoffwechselstörungen sind möglich. Ein Fettgewebeschwund kann individuell unterschiedlich stark ausgeprägt in Gesicht (Wangen, Periorbitalregion, Schläfen), Gesäßregion und Extremitäten (mit Hervortreten von Arterien und Venen) auftreten; entstehende Veränderungen sind häufig so charakteristisch, daß sie stigmatisierend und für die Betroffenen psychisch stark belastend sind. Diagnostisch ist die Selbstwahrnehmung Betroffener wegweisend; objektivierend werden anthropometrische Verfahren (z.B. Messung der Hautfaltendicke), Dichtemessungen (DEXA) sowie bildgebende Verfahren (Computertomographie, Kernspintomographie) eingesetzt. Möglichkeiten zur gezielten Behandlung der Fettatrophie an den Extremitäten gibt es derzeit nicht; zur Behandlung der Lipoatrophie im Gesicht werden injizierbare Implantate und rekonstruktive Substanzen (z.B. Kalzium-Hydroxylapatit, Poly-L-Milchsäure, Polyacrylamid-Hydrogel) verwendet; evtl. ist eine Transplantation körpereigener Fettzellen möglich.
    7. Fettstoffwechsel

      Zerlegung von Nahrungsfetten im Verdauungstrakt (Fettverdauung); Verstoffwechselung zum Zweck der Energiegewinnung
    8. Fettstoffwechselstörungen

      auch Dyslipoproteinämien; zusammenfassende Bezeichnung für alle Störungen von Fettbiosynthese, -transport oder -abbau; unterschieden werden Veränderungen der im Blut meßbaren Konzentrationen einzelner Fette (z.B. als Hypercholesterinämie oder Hypertriglyzeridämie), veränderte Muster der Transportfette (Lipoproteine) oder nach Ursache primäre Formen, auch sog. familiäre Formen auf genetischer Grundlage oder sekundäre Formen, die u.a. bei Übergewicht, Bewegungsmangel, Stoffwechselstörungen, Nieren-, Leber- oder Schilddrüsenerkrankungen sowie bei HIV-Infektion v.a. im Rahmen einer antiretroviralen Therapie auftreten und durch eine (ausgeprägte) Hypercholesterinämie bzw. Hypertriglyzeridämie charakterisiert sind; sie können bei einer HIV-Infektion im Zusammenhang mit anderen Körperfettstörungen wie z.B. Fettakkumulation oder Fettatrophie auftreten; ein gleichzeitiges Vorkommen anderer Stoffwechselstörungen ist möglich und wird z.T. zusammenfassend als Lipodystrophie-Syndrom beschrieben.
    9. Filzläuse

      Kleine Insekten; verursachen Juckreiz; nisten vor allem in der Schamhaarregion; gut behandelbar
    10. Fisten

      „Fist“ (Englisch für „Faust“); auch „Fist-Fucking“ (FF); Einführung der Hand/Faust in Scheide (Vagina) oder Darmausgang (Anus, After)
    11. fokal

      von einem Herd (Fokus) ausgehend, ein Herdgeschehen betreffend.
    12. fulminant

      bezeichnet ein plötzliches, schlagartig einsetzendes Ereignis, z.B. als fulminantes Auftreten von Symptomen im Krankheitsverlauf im Unterschied zu einem schleichenden Beginn.
    13. fungistatisch

      bezeichnet die Eigenschaft von Substanzen, die Vermehrung von Pilzen zu hemmen.
    14. fungizid

      bezeichnet die Eigenschaft von Substanzen, Pilze abzutöten.
    15. Fusionsinhibitoren

      Substanzen und Arzneimittel, die die Vereinigung (Fusion) von HIV mit Körperzellen durch Bindung an das virale Glykoprotein gp41 hemmen und so den Eintritt von HIV in Körperzellen verhindern (sog. Entry-Inhibitoren).