Glossar
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ubiquitär
überall verbreitet, allgemein vorkommend.Ulcus durum
der bei Syphilis als Primäraffekt auftretende harte Schanker.Ulcus molle
sog. weicher Schanker; sexuell übertragbare Infektion durch das Bakterium Haemophilus ducreyi; Vorkommen mit regionaler Häufung in Afrika, Südostasien, Lateinamerika; Männer infizieren sich häufiger als Frauen. Übertragung durch Geschlechtsverkehr oder Eindringen durch verletzte Haut und Schleimhaut; 1-3 Tage nach Infektion bilden sich schmerzhafte, eitrige Knötchen oder Geschwüre an der Eintrittsstelle (v.a. große und kleine Schamlippen, Eichel, Vorhaut); mehrere Wochen nach Infektion schmerzhafte Schwellung und Abszeßbildung in den Leistenlymphknoten, der die gerötete Haut durchbrechen kann (sog. schankröser Bubo). Therapie mit Antibiotika, z.B. Azithromycin, Ceftriaxon, Erythromycin.Ulkus
auch Ulcus; Geschwür an Haut oder Schleimhäuten als Folge eines lokalen Gewebedefekts.Ulzeration
Entwicklung eines Geschwürs (Ulkus) bei nicht abheilenden Haut- oder Schleimhautläsionen.ulzerierend
zur Entwicklung eines Geschwürs führend, eine Ulzeration auslösend.uncoating
(engl.) Enthüllung; Fachbezeichnung für die Freisetzung der viralen Kernproteine von HIV nach Fusion mit der Wirtszelle.unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Abk. UAW, sog. Nebenwirkungen; unbeabsichtigte oder schädliche Wirkungen eines Arzneimittels, die bei Dosierungen auftreten, in denen das Arzneimittel üblicherweise verwendet wird und bei denen ein Zusammenhang zwischen dem Auftreten und der Einnahme möglich ist; Unterscheidung von Typ A als dosisabhängige UAW und Typ B als allergische oder genetisch bedingte (idiosynkratische) Reaktionen, die dosisunabhängig und unerwartet auftreten. Einteilung in vier Schweregrade: leicht (keine Behandlung erforderlich), mittel (Veränderung der Behandlung erforderlich, z.B. Dosisänderung), schwer (potentiell lebensbedrohlich, erfordert Absetzen der Medikation und spezifische Behandlung der UAW) und tödlich (eine UAW führt direkt oder indirekt zum Tod). Von den UAW abzugrenzen sind schwere, unerwünschte Ereignisse, die in zeitlichem, nicht aber ursächlichem Zusammenhang mit einer Arzneimitteleinnahme stehen, s. SAE.Ungeschützter Sex
Auch „Unsafe Sex“ (Englisch für „unsicheren Sex“); Bezeichnung für Vaginal- oder Analverkehr (Eindringen in Scheide oder Anus/Hintern) ohne Kondom (sehr riskant); Oralverkehr („lutschen“, „blasen“) mit Aufnahme von Sperma in den Mund (riskant)Unsafe Sex
wörtlich (engl.) unsicheres Sexualverhalten; Bezeichnung für sexuelle Praktiken, bei denen eine Übertragung von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen leicht möglich ist; i.w.S. auch Bezeichnung für in den letzten Jahren zu beobachtende (v.a. auf kleinere Gruppen homosexueller Männer beschränkte) Verhaltenstendenzen mit bewußtem Verzicht auf Safer Sex (sog. Barebacking).Urethritis
Entzündung der Harnröhre (Urethra); unterschieden werden u.a.: 1. spezifische Urethritis bei Gonorrhoe; 2. nicht-gonorrhoische Urethritis (NGU) durch andere Krankheitserreger, v.a. Chlamydien, Trichomonaden, Pilze, Mykoplasmen; 3. virale Urethritis durch Virusinfektionen. Symptome sind ein Brennen beim Wasserlassen und Harnröhrenausfluß; Therapie ggf. mit Antibiotika.
