Glossar

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  30. 3
  31. 4
  32. 5
  33. 6
  34. 7
  35. 8
  36. 9
  1. V
    1. V3-Loop

      (engl.) V3-Schleife; ein Abschnitt des Oberflächenproteins gp120 von HIV mit starken antigenen Eigenschaften; seine Konformation ist mitentscheidend dafür, ob HIV an CCR5 bzw. CXCR4-Korezeptoren von Wirtszellen bindet.
    2. Vaginal

      Die Vagina/Scheide betreffend
    3. Vaginalverkehr

      Einführung von Penis, Hand. Finger oder auch eines Sexspielzeugs (z.B. Dildo) in die Scheide
    4. Vaginitis

      auch Kolpitis, Scheidenentzündung; akute oder chronische Entzündung der Vagina, oft mit Entzündung der Vulva (sog. Vulvovaginitis); vermehrtes Vorkommen bei HIV-Infektion; Ursachen sind bakterielle Infektionen (Gardnerella vaginalis, seltener Escherichia coli, Neisseria gonorrhoeae u.a.), Viren, Trichomonaden, Candida albicans (sog. Scheidenpilz, s. Candida-Mykosen); Symptome sind Rötung, Juckreiz, Brennen, Ausfluß, evtl. Blutbeimengungen; Therapie je nach Ausprägung der Symptome und Ursache evtl. mit Antibiotika, Antimykotika oder lokale Anwendung von naturheilkundlichen Zubereitungen zur Normalisierung der Scheidenflora.
    5. Vaginose

      Entzündung der Scheidenwände durch Störung des natürlichen Gleichgewichts von Bakterien in der Scheide; gut behandelbar
    6. Varizellen

      Infektion mit humanem Herpesvirus Typ 3 (HHV-3, Varicella-zoster-Virus), die durch Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragen wird; nach etwa 2 Wochen kommt es zum Auftreten von Windpocken mit stark juckenden Ausschlägen an Haut und Schleimhäuten, Bläschen- und Krustenbildung; als Komplikationen können Mittelohrentzündungen und die Beteiligung von inneren Organen (Nieren- und Lungenentzündungen) und Zentralnervensystem (Meningoenzephalitis, Myelitis) auftreten; bei Immunschwäche sind schwere, generalisierte Verläufe häufiger. Therapie des Juckreizes mit Zinkschüttelmixtur, ferner evtl. Virostatika, z.B. Famciclovir, Aciclovir. Prophylaxe durch Schutzimpfung; bei Schwangeren und Menschen mit Immunschwäche Gabe von Varicella-Zoster-Immunglobulin als Postexpositionsprophylaxe. Nach Abheilung kommt es zu einer Latenzphase; nach Jahren kann (bei älteren und immungeschwächten Menschen häufiger) ein Zoster (Gürtelrose) als Sekundärkrankheit auftreten.
    7. Vaskulitis

      Fachbezeichnung für entzündliche Gefäßerkrankungen; Vorkommen bei HIV-Infektion als sog. nekrotisierende Vaskulitis kleiner und mittelgroßer Gefäße, die zu Infarkten (Absterben) von Geweben führen können; ursächlich sind möglicherweise Autoimmunreaktionen oder Ablagerungen von Immunkomplexen.
    8. Vektor

      Fachbezeichnung für 1. Überträger von Krankheitserregern; 2. gentechnologische Bezeichnung für Transportsysteme von Genen in der Gentherapie oder Impfstoffentwicklung; verwendet werden u.a. (apathogene) Bakterien oder Viren als sog. Lebendvektoren, die nach gentechnischer Modifikation immunogen wirksame Bestandteile von Impfstoffen kodieren. Vektor-basierte Vakzine werden u.a. in der Entwicklung von HIV-Vakzinen untersucht.
    9. Verhaltensprävention

      Bezeichnung für präventive Strategien mit dem Ziel, individuelles Risikoverhalten durch Veränderungen bestimmter Verhaltensweisen zu reduzieren.
    10. Verhältnisprävention

      Bezeichnung für eine Strategie zur Vermeidung von Krankheiten, die auf die Schaffung eines präventionsfreundlichen Klimas mit flächendeckendem, niedrigschwelligem Zugang zu Informations- und Präventionsangeboten zielt, um so die Nutzung individueller Schutz- und Präventionsmaßnahmen zu erleichtern.
    11. vertikale Übertragung

      Übertragung einer Infektion von einer Generation auf die nachfolgende (z.B. Mutter-Kind-Übertragung).
    12. Virämie

      Vorkommen von Viren im Blut, evtl. begleitet von Fieber oder Allgemeinreaktionen, häufig aber ohne klinische Symptome.
    13. Viren

      Sehr kleine biologische Partikel, die Infektionskrankheiten verursachen können
    14. Viren-lang

      sehr kleine biologische Partikel, die als genetisches Material entweder DNA oder RNA enthalten (sog. DNA-Viren oder RNA-Viren) und keinen eigenen Stoffwechsel haben; sie können sich nur in Zellen eines Wirtsorganismus vermehren. Fast alle Arten können (wirtsspezifische) Erkrankungen verursachen; medizinisch sind Viren bedeutsam, da sie beim Menschen zahlreiche Infektionskrankheiten verursachen.
    15. Virion

      extrazelluläre, infektiöse Viruspartikel, die sich in der Ruhephase befinden.
    16. virostatisch

      bezeichnet die Eigenschaften von Substanzen oder Arzneimittel, die Vermehrung von Viren zu hemmen.
    17. Virulenz

      Infektionskraft eines Krankheitserregers, die charakterisiert ist durch seine Fähigkeit, in den Körper, Organe oder Gewebestrukturen einzudringen, sich dort zu vermehren und Schädigungen herbeizuführen.
    18. Viruslast

      Die Menge der HIV-Viren im Blut
    19. Viruslast-lang

      auch (engl.) viral load; Virusmenge im Blut, angegeben als natürliche oder logarithmische Zahl der Viruskopien/ml (sog. Genomäquivalente); Veränderungen um eine oder mehrere Zehnerpotenzen werden in log-Stufen beschrieben. Bei einer akuten HIV-Infektion kommt es anfänglich zu einer sehr hohen Viruslast, die sich im Verlauf zurückbildet, aber bei zunehmender Immunschwäche und stärkerer Virusvermehrung wieder ansteigt; individuelle Schwankungen und vorübergehende Anstiege (z.B. bei Infekten, nach Schutzimpfungen) sind möglich; bei hoher Viruslast ist das Risiko einer Krankheitsprogression erhöht. Klinisch werden Bestimmungen der HIV-Viruslast (meist durch Polymerasekettenreaktion mit einer Nachweisgrenze von 50 Kopien/ml, bDNA oder seltener NASBA) als Surrogatmarker zur Beurteilung des Infektionsverlaufs und Entscheidung über einen Therapiebeginn sowie zum Monitoring einer antiretroviralen Therapie genutzt.
    20. Viruslastmethode

      Spezielle Form von Safer Sex zur Vermeidung einer HIV-Infektion
    21. Virusreservoir

      Bezeichnung für Zellen, Gewebe oder Körperstrukturen, in denen latente Viren nachweisbar sind.
    22. viruzid

      bezeichnet die Eigenschaft von Substanzen oder Arzneimitteln, Viren zu zerstören oder dauerhaft zu inaktivieren.
    23. viszeral

      die Eingeweide betreffend.
    24. VLDL

      Abk. für (engl.) very low density lipoproteins, Lipoproteine sehr geringer Dichte.
    25. Vulvovaginitis

      akute oder chronische Entzündung von äußeren weiblichen Genitalorganen (Vulva) und Scheide (Vagina); Vorkommen z.B. als Vulvovaginitis herpetica bei Infektion durch Herpes-simplex-Virus Typ 2 (HSV-2), s. Herpes genitalis; oder Vulvovaginitis gonorrhoica bei Infektionen mit Neisseria gonorrhoeae, s. Gonorrhoe.