Glossar

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  29. 2
  30. 3
  31. 4
  32. 5
  33. 6
  34. 7
  35. 8
  36. 9
  1. W
    1. Wasting-Syndrom

      sog. HIV-Kachexiesyndrom mit starkem Gewichtsverlust (mehr als 10% des Körpergewichts) und chronischen Durchfällen oder länger als 30 Tage anhaltender allgemeiner Schwäche und begleitendem kontinuierlichem Fieber; charakteristisch ist eine Abnahme der Körperzellmasse. Es wird eine multifaktorielle Genese mit reduzierter Nahrungsaufnahme (z.B. infolge von Appetitlosigkeit, Schluckbeschwerden, Übelkeit), gastrointestinalen Störungen (z.B. entzündliche Veränderungen der Darmschleimhaut) und Stoffwechselstörungen (z.B. Protein- und Fettstoffwechselstörungen) angenommen; mit der Einführung antiretroviraler Kombinationstherapien ist die Häufigkeit stark zurückgegangen. Diagnostisch müssen spezifische Ursachen (z.B. opportunistische Infektionen, Tumorerkrankungen) ausgeschlossen werden. Therapeutisch steht eine antiretrovirale Therapie im Vordergrund; neben einer psychologischen Betreuung und Ernährungsberatung werden appetitanregende Mittel und Ernährungstherapien (Zusatznahrung, ggf. Sondenernährung oder Infusionstherapie) angewendet; eine effektive Zunahme der Körperzellmasse kann durch anabole Steroide oder rekombinantes Wachstumshormon (Somatropin) erreicht werden.
    2. Wechselwirkungen

      Können bei gleichzeitiger Einnahme verschiedener Medikamente oder anderer Substanzen (z. B. Drogen, Alkohol, Kräuter) auftreten; erwünschte Wirkung kann dadurch verstärkt, abgeschwächt oder aufgehoben werden
      Synonyme: Wechselwirkung
    3. Western Blot

      (engl.) Bezeichnung für ein labormedizinisches Verfahren zur Identifizierung bestimmter Antigene oder Antikörper, das auf der Auftrennung von Proteinen und einer anschließenden Antikörper-Reaktion beruht. Verwendung u.a. als Bestätigungstest im Rahmen der HIV-Diagnostik und zur Diagnose verschiedener Infektionen, z.B. Yersiniose.
    4. Wildtyp

      Bezeichnung für Viren, die keine durch Selektionsdruck (z.B. infolge antiviraler Therapie oder immunologischer Reaktionen) entstandenen genetischen Veränderungen aufweisen.