Die Deutsche AIDS-hilfe nahm das Jahr 2003 zum Anlass, auf zwei Dekaden AIDS und AIDS-Hilfe zurückzublicken.22 Jahre nach dem ersten, damals noch rätselhaften und nicht diagnostizierbaren AIDS-Fällen und 20 Jahre nach der Entdeckung des HI-Virus hat das Thema in den Medien schon lange nicht mehr den Stellenwert wie früher. Auch die Ansicht, die Behandlungsmöglichkeiten machten Schutzverhalten überflüssig, ist immer weiter verbreitet.
Der in zwei Teilbänden erscheinende Band befasst sich mit der AIDS-Geschichte, mit Themen rund um das Leben mit der HIV-Infektion in verschiedenen Zeitabschnitten der vergangenen Jahrzehnte. Zu Wort kommen Menschen mit HIV/AIDS, wie auch Menschen aus dem Arbeitsfeld rund um diese Themen, in vielen Fällen trifft beides auf eine Person zu.
Der zweite Band skizziert gesellschaftliche Entwickungen, die schon vor dem Auftreten von AIDS einsetzten und das AIDS-Geschehen begleiten, ausserdem geht er auf den jeweils herrschenden Zeitgeist ein, wobei das Thema Sexualität und Drogen im Mittelpunkt stehen. Er beschreibt die verschiedenen Präventionsfelder, die historisch gewachsenen Spannungsfelder in der AIDS-(Selbst)-Hilfe, z.B. das Geschlechterverhältnis, das Verhältnis zwischen Selbsthilfe-Organisation und Selbsthilfe und die Frage nach dem Wie und Wieviel bezüglich interkultureller Öffnung.

