Opportunistische Infektionen

HIV ist die Abkürzung für "Human Immunodeficiency Virus", zu deutsch "menschliches Immunschwäche-Virus". Wie alle Viren hat HIV keinen eigenen Stoffwechsel und braucht daher so genannte Wirts- oder Zielzellen, um sich zu vermehren - im Fall von HIV eben menschliche Zellen. HIV dringt in diese Zellen ein und zwingt sie zur Produktion neuer Viren.

Die Bezeichnung "Immunschwäche-Virus" deutet bereits an, was HIV im Menschen anrichtet: Es schädigt das Immunsystem. Dieses hat unter anderem die Aufgabe, in den Körper eingedrungene Krankheitserreger - zum Beispiel Bakterien, Pilze oder Viren - unschädlich zu machen.

Wenn das Immunsystem nicht richtig arbeitet, können auch ansonsten harmlose Infektionen schwere, sogar lebensbedrohliche Erkrankungen verursachen. Man nennt sie "opportunistische Infektionen" (Abkürzung "OI"), weil sie "die günstige Gelegenheit" - nämlich die Schwäche des Immunsystems - nutzen, um sich zu vermehren.

Eine weitere wichtige Funktion des Immunsystems ist das Aufspüren und die Vernichtung der tagtäglich im Köper entstehenden Krebszellen. Funktioniert das Immunsystem nicht mehr richtig, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass es zu bestimmten Krebserkrankungen kommt.

Med-Info Opportunistische Infektionen

Bestellnummer:140074
Info:DIN A5, 13 Seiten
Art: Fachinfos/Med-Info
Zielgruppe: Menschen mit HIV
Sprache: Deutsch
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