Substitution in Haft

Dass die Substitution auch "hinter Gittern" eine geeignete und sinnvolle Behandlungsform bei Opiatabhängigkeit darstellt, haben verschiedene Studien bereits nachgewiesen. Da HIV- und vor allem Hepatitis-Infektionen bei Gefangenen überproportional häufig vorkommen, sterile Spritzbestecke in Haft aber nicht erhältlich sind, ist vor allem der präventive Effekt hervorzuheben: Durch den Ersatzstoff wird das Verlangen nach Opiaten reduziert und folglich auch das mit intravenösem Konsum verbundene Infektionsrisiko. Ein Behandlungseinstieg während der Haft oder die Fortsetzung einer in Freiheit begonnenen Behandlung ist trotzdem nur vereinzelt möglich.

Der Band wendet sich an alle, die Verantwortung für die Gesundheit der Gefangenen tragen. Er beleuchtet die Chancen und Grenzen der Substitution in Haft, setzt sich mit den Gründen auseinander, die ein bedarfsgerechtes Angebot be- oder verhindern, und skizziert die Bedingungen für eine erfolgreiche Behandlung in diesem Setting.

Das Ziel ist, die fachliche Diskussion zum Thema zu befördern und zu einem (verstärkten) Engagement für die Etablierung der Substitution als Standardangebot in Haft zu ermutigen.

Forum Substitution in Haft

Bestellnummer:032052
Info:DIN A5, 96 Seiten
Art: Fachinfos/Med-Info
Zielgruppe: Multiplikatoren, Fachöffentlichkeit, Politik und Verwaltung Menschen in Haft
Sprache: Deutsch
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