Die Kohortenstudie des Kompetenznetzes HIV/Aids

Eine Kohortenstudie macht aus Einzelfällen einen Regelfall

Wann der Zeitpunkt gekommen ist, mit einer Therapie der HIV-Infektion zu beginnen, war unter Medizinern lange strittig: Wer zu früh anfängt, erschöpft vielleicht zu schnell das Arsenal antiretroviraler Substanzen. Außerdem setzt er seinen Körper vielleicht zu früh den Nebenwirkungen der Medikamente aus. Wer zu spät anfängt, dessen Immunsystem hat das Virus vielleicht schon zu stark geschädigt.

Die Ärzte wussten nicht einmal: Sollte die Menge von Viren im Blut den Start der Therapie bestimmen? Oder sollte darüber der Zustand des Immunsystems, genauer gesagt die Zahl der CD4-Zellen, der weißen Blutkörperchen, die das Virus angreift, entscheiden? Eine Kohortenstudie hat geholfen, diese Fragen zu beantworten.

In einer Kohortenstudie zeichnen Mediziner viele verschiedene Daten über eine große Gruppe von Menschen auf und vergleichen, wie sich verschiedene Eigenschaften des Körpers, aber auch verschiedene Lebensweisen oder eine unterschiedliche medizinische Versorgung auf ihre Gesundheit auswirken. So gewinnen sie z. B. Hinweise darauf, wer wie am besten seine Gesundheit fördert.

Inhaltsübersicht:

  1. 1. Teil : Die Kohortenstudie des Kompetenznetzes HIV/Aids
  2. 2. Teil : Die Kohortenstudie im Kompetenznetz
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