51 % der Befragten gaben an, in den zwölf Monaten vor der Befragung (auch) aufgrund ihrer HIV-Infektion stigmatisiert und diskriminiert worden zu sein. Rund 30 Prozent waren Klatsch und Tratsch ausgesetzt, fast 20 Prozent Beleidigungen und Beschimpfungen, 12 Prozent psychologischem Druck vom Partner. Zu den weiteren Ergebnissen gehört unter anderem, dass Diskriminierung häufig von Mitarbeitern des Gesundheitssystems ausgeht, dass rund ein Viertel der Befragten, die sich im letzten Jahr auf HIV testen ließen, weder vor dem Test noch nachher beraten worden waren und dass über 80 Prozent der Befragten ein negatives Selbstbild hatten.
Veröffentlicht wurden diese Daten am 15. April vom Globalen Netzwerk von Menschen mit HIV/Aids (GNP+). Erhoben hat sie das Ukrainische Netzwerk der Menschen mit HIV im Rahmen der globalen Initiative „The People Living with HIV Stigma Index“. Erste Ergebnisse dieser Befragung präsentierte man im März auf einer Konferenz in Kiew (der d@h_blog berichtete).
(hs)
Quelle
GNP+-Medieninformation vom 15. April 2011 (in englischer Sprache) mit Link zu einer PDF-Datei mit ausführlicheren Ergebnissen (Ukrainisch/Englisch)
Weitere Informationen
The People Living with HIV Stigma Index (Homepage, in englischer Sprache)
Ukrainisches Netzwerk der Menschen mit HIV (Informationen auch in englischer Sprache)
