In den letzten Jahren sind im Bereich sexueller Dienstleistungen immer häufiger riskante Arbeitsweisen zu beobachten, die eine Übertragung von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STIs) begünstigen. Sexarbeiterinnen sind zudem mobiler geworden, unter anderem infolge der EU-Erweiterung, weshalb auch in Deutschland die Zahl der Frauen mit Migrationshintergrund gestiegen ist. Unter ihnen befinden sich viele, die ohne professionelles Know-how anschaffen gehen.
Diese Fortbildung soll dazu beitragen, die HIV- und STI-Prävention bei Sexarbeiterinnen zu verbessern und gesundheitsbewusste Arbeitsweisen zu fördern. Im Mittelpunkt stehen daher der Wissenserwerb zu Präventionsansätzen, der Erfahrungsaustausch zu Methoden und Materialien sowie die Diskussion zur Übertragbarkeit bewährter und neuer Arbeitsansätze auf andere Akteure und in andere Regionen – dies insbesondere vor dem Hintergrund des Prostitutionsgesetzes, das neue Wege für die Prävention eröffnet hat. Darüber hinaus sollen Ausstiegshilfen und Qualifizierungsmöglichkeiten für Sexarbeiterinnen aufgezeigt werden.
Anmeldeschluss: 20.04.2012
