Sexualität, Substanzkonsum, Sucht – Aufbaukurs

HIV und Psyche

Sex + Drogengebrauch ist für Aidshilfen eigentlich ein „alter Hut“. Schon immer haben Menschen Mittel eingesetzt, welche die Entspannung und Enthemmung (gerade auch) beim Sex fördern. Vor allem Alkohol, aber auch Poppers oder Marihuana, Koks & Co. spielen eine wirkungsabhängige Rolle.

Großen Wirbel gibt es um die neuen psychoaktiven Substanzen. Was macht ihren Reiz beim Sex aus, wo liegen die Risiken? In Fortführung unserer Analyse aus dem Grundkurs „Substanzkonsum als Selbstheilungsversuch“ versuchen wir in diesem Fallseminar zu verstehen, welche Verbindung zwischen der Wirkung dieser Substanzen, den Bedürfnissen der User_innen (z. B. „guter Sex“) und dem situativen Kontext (z. B. Sexparty) besteht. Dabei muss das Ergebnis nicht in jedem Fall problematisch sein. Was aber, wenn der Konsum außer Kontrolle gerät und schwere gesundheitliche wie auch soziale Schäden drohen oder bereits vorliegen?

Anhand mitgebrachter Fälle aus der Praxis wird herausgearbeitet:

  • welche seelischen und sexuellen Bedürfnisse der Substanzkonsum im Einzelfall bedient,
  • wie lange man von „kontrolliertem Konsum“ sprechen kann,
  • wann eine Entzugsbehandlung sinnvoll ist und welche Angebote sich bewährt haben,
  • wann eine schadensmindernde Beratung angesagt ist.

Veranstaltungs-Info

Termin 18.10.2019, 16:00 –
20.10.2019, 13:30
In Ihren Kalender eintragen (iCal-Datei)
Anmeldeschluss 05.09.2019
Ort Akademie Schönbrunn, Markt Indersdorf
Auf Google Maps ansehen
Zielgruppe Mitarbeiter_innen in den Feldern Migration, Sucht, HIV/Hepatitis, Multiplikator_innen aus der Selbsthilfe nach Rücksprache
Voraus­setzung

erfolgte Teilnahme an einem Grundkurs „HIV und Psyche“

Leitung

Karl Lemmen, Jan Großer

Teilnehmer­zahl maximal 14
Teilnahme­gebühr 100,– €
Fahrtkosten­erstattungJa (Bedingungen)
Anmelden bei Deutsche AIDS-Hilfe e.V., Wilhelmstr. 138, 10963 Berlin
Rückfragen Dennis Wulff, 030 / 69 00 87-15
dennis.wulff@dah.aidshilfe.de
Seminar­kennnummer 2B-43150