Der große Unterschied: Globaler Fonds meldet Erfolge

Der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Malaria und Tuberkulose hat im letzten Jahr die Rekordsumme von drei Milliarden US-Dollar verteilt. Von 2002 bis 2012 konnte beziehungsweise kann der Fonds 6,5 Millionen Menschenleben retten.

So steht es im Bericht „Making a difference“ ("Einen Unterschied machen"), den der Globale Fonds am 19. Mai in Paris der Öffentlichkeit vorgestellt hat.

Durch die Unterstützung des Fonds konnten demnach inzwischen drei Millionen HIV-Infizierte in Programme zur antiretroviralen Therapie aufgenommen werden. Außerdem sei es 2010 gelungen, die Zahl der gegen eine multiresistente Tuberkulose behandelten Menschen im Vergleich zum Vorjahr zu verdoppeln.

Die größten Fortschritte seien jedoch in der weltweiten Bekämpfung der Malaria erzielt worden. Seit der Globale Fonds seine Arbeit im Jahr 2002 aufgenommen hat, wurden 170 Millionen Malaria-Fälle behandelt. Im gleichen Zeitraum sind zur Verhütung weiterer Infektionen insgesamt 160 Millionen insektizid-behandelte Netze verteilt worden.

Angesichts der kommenden Herausforderungen mahnt Michel Kazatchinke, der Direktor des Globalen Fonds, weitere Anstrengungen an: „Wir müssen diese Schwungkraft erhalten. Wir brauchen mehr Effizienz, und wir brauchen eine kontinuierliche Unterstützung der Geberländer, um unsere Erfolge abzusichern.“

In Deutschland sind die Zahlungen an den globalen Fonds zurzeit eingefroren (aidshilfe.de berichtete). Der Grund sind Korruptionsvorwürfe bezüglich der Verwendung von Mitteln in vier afrikanischen Ländern, die der Fonds selbst aufdeckte. Inzwischen wurde ein unabhängiges Panel zur Aufklärung der Fehlverwendungs- und Korruptionsvorwürfe berufen. Der Fonds hat außerdem angekündigt, seine Anti-Korruptionsmaßnahmen zu verschärfen.

Bundesentwicklungshilfeminister Dirk Niebel hat Ermittlungsergebnisse bis Ende Juni gefordert. Er hatte die Zuwendungen an den Fonds im letzten Jahr erheblich zurückfahren wollen.

(af)

Quelle:

Pressemitteilung des Globalen Fonds

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