Soll ich es sagen?

Soll ich Arbeitgeber und Kollegen ins Vertrauen ziehen? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten.

Einerseits kann es entlastend sein, mit offenen Karten zu spielen. Manche HIV-positive Arbeitnehmer erfahren viel Unterstützung durch Chefs und Kollegen. Außerdem kommt man so nicht in Verlegenheit, häufigere Arztbesuche erklären oder Medikamente heimlich nehmen zu müssen.

Leider kommt es aber auch recht häufig zu Diskriminierung. Die Spanne reicht von Klatsch über Mobbing bis zur Kündigung. Der Grund dafür sind meist Infektionsängste der Kollegen oder Befürchtungen des Arbeitgebers, die Leistungsfähigkeit könnte nachlassen.

Wichtig zu wissen: Eine Kündigung aufgrund von HIV ist in fast allen Fällen nicht rechtmäßig. Man kann sich dagegen wehren.

Bei der Entscheidung, ob man offen mit seiner Infektion umgehen möchte, kann eine Beratung in einer Aidshilfe sehr hilfreich sein.

Viele HIV-positive Arbeitnehmer entscheiden sich für einen Mittelweg: Sie informieren nur ausgewählte Kollegen.

Dieser Leitfaden kann bei der Entscheidung helfen.