„Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass sich der Berliner Fall in Bayern aufgehalten oder Heroin aus Bayern konsumiert hat. Daher liegt die Vermutung nahe, dass kontaminiertes Heroin über die Region Regensburg hinaus in Deutschland im Umlauf ist“, meldet das Robert-Koch-Institut in Berlin.
Die Erregerstämme, die in Bayern isoliert werden konnten, wiesen eine enge Verwandtschaft mit jenen Stämmen auf, die 2009 und 2010 in Großbritannien bzw. Deutschland aktiv gewesen seien, heißt es in der Mitteilung des Instituts. Daher sei zu befürchten, dass dieselbe Infektionsquelle noch aktiv sein könne.
Die Infektion sei praktisch nicht von Mensch zu Mensch übertragbar, für die Allgemeinbevölkerung bestehe daher kein Risiko.
Grundsätzlich stehen für die Behandlung einer Infektion mit dem Milzbranderreger wirksame Antibiotika zur Verfügung. Für einen der beiden in Bamberg gemeldeten Patienten kam allerdings jede Hilfe zu spät. Er war noch am gleichen Tag verstorben, an dem er erstmals einen Arzt aufgesucht hatte.
(sho)
Link zu Kurzinfirmationen des Robert-Koch-Institutes über Milzbrand

