Übertragungswege

Übertragung über Blut-Blut-Kontakt.

Geringe Mengen Blut reichen bereits für eine Übertragung aus.

Häufigste Übertragungswege sind:

  • bei Drogengebraucher_innen: gemeinsamer Gebrauch von Spritzbestecken und Zubehör! (➞ Kap. 11, „Safer use“)
  • bei Schnupfdrogen gemeinsame Verwendung des Röhrchens (Blutstropfen aus der Nase)
  • gemeinsames Benutzen von Rasierer (die mit Blut in Kontakt gekommen sind)
  • unsauberes Piercen, Tätowieren, Ohrlochstechen
  • Stichverletzungen des Personals bei medizinischen Prozeduren

Sexuelle Übertragungen sind selten, in bestimmten Fällen jedoch möglich, insbesondere:

  • bei Sexualpraktiken, bei denen es härter zugeht und es zu Blut-Blut-Kontakt kommen kann.
  • wenn Blut (mit Hepatitis C Viren) z. B. bei Gruppensex beim Fisten von einem Gefisteten auf den anderen Gefisteten über den Handschuh desaktiv Fistenden übertragen wird.

Übertragungen beim Sex sind bei HIV- Positiven häufiger als bei HIV-Negativen

Mutter-Kind-Übertragung bei der Geburt möglich

Übertragungsrate: 2–7 %

Schutzmöglichkeiten

  • keine Impfung möglich
  • Vermeidung von Blut-Blutkontakten
  • Safer Use
  • Eigenes Röhrchen beim Sniefen
  • Latexhandschuhe und Kondome beim Sex nach jedem Partner wechseln

Es gibt keine Immunität gegen HCV. Eine einmal durchgemachte Hepatitis C oder eine erfolgreiche Therapie schützen nicht vor erneuter Ansteckung!

Inkubationszeit

1–6 (meist 1,5) Monate

Krankheitsverlauf

  • häufig (75 %) ohne Symptome
  • ansonsten die bei Hepatitis A genannten Symptome
  • bei bis zu 20 % heilt die Hepatitis C nach der akuten Phase von selbst aus, bei > 80 % wird die Erkrankung chronisch.

Bei chronischem Verlauf nach Jahrzehnten Entwicklung einer Leberzirrhose und Risiko für Entstehung von Leberkrebs

Therapie

Die Behandlungsmöglichkeiten der HCV-Infektion haben sich seit 2015 deutlich verbessert. Neue und nebenwirkungsärmere Medikamente ermöglichen eine Heilung innerhalb von 8–12 Wochen bei über 95 % der Hepatitis­C­ Infizierten.