Hepatitis A

Hepatitis A ist die häufigste, aber auch die am wenigsten bedrohliche Form der Virus-Hepatitis. Verursacht wird sie durch das Virus HAV. Sie heilt fast immer von alleine aus und hinterlässt keine bleibenden Schäden.

Eine Impfung gegen Hepatitis A und B ist auch für Menschen mit HIV  empfehlenswert, da die Krankheit eine zusätzliche Belastung der Leber darstellt. Bei geschwächtem Immunsystem reagiert der Körper jedoch manchmal nicht ausreichend auf den Impfstoff, sodass die Impfung mit einer höheren Dosis wiederholt werden muss.

Verlauf

Zwei bis vier Wochen nach der Ansteckung können oft grippeähnliche Beschwerden auftreten. Dazu gehören zum Beispiel Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen. Typisch sind auch ein Druckgefühl unter dem rechten Rippenbogen sowie eine Abneigung gegen fettiges Essen und Alkohol.

Im weiteren Krankheitsverlauf färbt sich in vielen Fällen der Urin dunkel, der Kot hell. Auch eine Gelbfärbung von Haut und Augen sowie Juckreiz kommt häufig. Nach einigen Wochen heilt die Infektion von alleine aus.

Übertragung

Die Hepatitis A kommt vor allem in wärmeren Ländern vor, wo die hygienischen Bedingungen nicht so gut sind wie in Deutschland. Sie wird dort vor allem durch verunreinigtes Wasser und Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Muscheln und Speiseeis übertragen. In Deutschland kommt diese Form der Übertragung normalerweise nicht vor. Man spricht deswegen bei der Hepatitis A auch von einer „Reisehepatitis“.

Anstecken kann man sich ebenso durch verunreinigtes Spritzbesteck und Zubehör (Filter, Löffel, Wasser) beim Drogengebrauch.      

Auch beim Sex ist eine Infektion möglich, vor allem bei anal-oralem Sex („Arschlecken“) oder indirekt über den Weg Anus – Finger – Mund.

Schutz

Der einzig wirksame Schutz gegen Hepatitis A ist die Impfung. Sie  erfolgt in der Regel gemeinsam mit der Impfung gegen Hepatitis B.

Wer einmal mit dem Hepatitis-A-Virus infiziert war, kann sich nicht noch einmal infizieren: Man ist dagegen immun.

Kondome verringern das Risiko einer Hepatitis-A-Infektion kaum.

Diagnose

Eine Hepatitis A wird festgestellt, indem man Antikörper gegen den Erreger im Blut nachweist.

Therapie

Gegen das Hepatitis-A-Virus selbst gibt es keine Therapie. Behandelt werden lediglich die Allgemeinsymptome der Erkrankung.

Während einer Hepatitis A sollte man auf leberschädigende Substanzen wie Alkohol, Drogen oder nicht unbedingt notwendige Medikamente verzichten.