Positionen

Im Folgenden präsentieren wir aktuelle Standpunkte der Deutschen AIDS-Hilfe zu ausgewählten Themen in alphabetischer Reihenfolge (weitere folgen). 

ANST - Kennzeichnung HIV-Positiver in Polizeidatenbanken

Nach einem Beschluss der Innenministerkonferenz darf die Polizei in ihrem bundesweiten Informationssystem INPOL Menschen mit HIV oder Hepatitis B und C mit dem „personengebundenen Hinweis“ (PHW) ANST für „ansteckend“ kennzeichnen. Dies soll zum Schutz Polizeibeamter vor einer Ansteckung beitragen. Die Speicherung erfüllt diesen Zweck jedoch nicht. Zugleich widerspricht sie Grundrechten und stigmatisiert Menschen. Der Hinweis ANST sollte umgehend abgeschafft werden. Weiterlesen


Blutspendeverbot für schwule und bisexuelle Männer

Der pauschale Ausschluss schwuler und bisexueller Männer von der Blutspende ist nicht mehr zeitgemäß. Ausschlaggebend sollten tatsächliche HIV-Risiken sein. Diese vor der Spende abzufragen ist jedoch schwierig. Die Deutsche AIDS-Hilfe fordert die Verantwortlichen dazu auf, in ihrem Bemühen nach einem besseren Verfahren nicht nachzulassen. Der Ausschluss bei Knochenmark- und Stammzellspenden sollte umgehend aufgehoben werden. Weiterlesen

https://www.aidshilfe.de/hiv-heimtest-selbsttest


HIV-Heimtest/-Selbsttest

Die Deutsche AIDS-Hilfe spricht sich mittlerweile für die Legalisierung von HIV-Selbsttests in Deutschland aus. Diese können Menschen den HIV-Test erleichtern, die sonst aus Angst oder Scham nicht zum Test gehen würden. Der Selbsttest ermöglicht diesen Menschen damit im Fall einer Infektion eine HIV-Therapie, verhindert damit Aids-Erkrankungen und wirkt so auch der Weitergabe von HIV entgegen. Weiterlesen


HIV-Therapie als Prävention

Die antiretoviralen Therapie haben die Lebenserwartung von Menschen mit HIV/Aids deutlich erhöht und leisten zugleich einen bedeutenden Beitrag zur Prävention: Bei erfolgreicher Therapie (Viruslast seit sechs Monaten unter der Nachweisgrenze, konsequente Einnahme der Medikamente) ist eine sexuelle HIV-Übertragung unwahrscheinlich. Weiterlesen


Kriminalisierung von Menschen mit HIV

Die Deutsche AIDS-Hilfe lehnt die Strafbarkeit der (potenziellen) HIV-Übertragung ab. Die Kriminalisierung bürdet Menschen mit HIV die alleinige Verantwortung für Schutz auf, fördert Stigmatisierung und die Verbreitung des Virus. Unter anderem widerspricht sie der Botschaft, dass jeder Mensch sich selbst schützen muss und kann vom HIV-Test abschrecken. Gerichte müssen berücksichtigen, dass eine gut wirskame HIV-Therapie mindestens genauso wirksam vor der Übertragung des Virus schützt wie Kondome. Weiterlesen


Strukturelle HIV-Prävention

Die HIV-Prävention in Deutschland ist nicht umsonst – im doppelten Sinn: Sie wirkt, gemessen zum Beispiel an den im internationalen Vergleich niedrigen Infektionszahlen, aber sie kostet auch: Geld, Ressourcen und Engagement.

Unter dem Titel "Strukturelle Prävention stärken!" hat die Mitgliederversammlung der Deutschen AIDS-Hilfe am 11.10.2013 eine Resolution zu diesem Thema verabschiedet. Weiterlesen


Deklaration von Oslo über die Kriminalisierung von HIV

Die strafrechtliche Verfolgung der Nicht-Offenlegung von HIV-Infektionen und potenzieller oder tatsächlicher HIV-Übertragungen diskriminiert und stigmatisiert Menschen mit HIV und schadet der Prävention. Weiterlesen