PrEP: Bezug und Kosten

Die PrEP zum Schutz vor HIV kann nur von bestimmten Ärzt_innen verschrieben werden. Die Kosten werden noch nicht von den Krankenkassen übernommen und müssen selbst gezahlt werden. Die PrEP-Tabletten gibt es derzeit ab 50 Euro pro Monat.
 
Weitere Infos zur PrEP:
  1. Überblick zur PrEP
  2. Einnahmeschema
  3. PrEP-Checks und medizinische Begleitung

Wie bekommt man eine PrEP?

Ärzt_innen, die zuvor Schulungsmaterial vom jeweiligen Hersteller der PrEP-Pillen bekommen haben, können die zur PrEP zugelassenen Medikamente verschreiben.

Im Juli 2018 hat Gesundheitsminister Jens Spahn angekündigt, dass die Krankenkassen die Kosten für die PrEP-Beratung, die medizinische PrEP-Begleitung und die PrEP-Medikamente übernehmen werden. Bis zur Umsetzung gilt:

Die Kosten werden von den Krankenkassen derzeit nicht übernommen.

PrEP für 50 Euro

Seit Oktober 2017 gibt es die Möglichkeit, die PrEP für rund 50 Euro pro 28 Tabletten in ausgewählten Apotheken in mehreren deutschen Städten zu bekommen.

Dazu benötigt man von seinem Arzt oder seiner Ärztin ein Privatrezept, auf dem Folgendes verordnet sein muss:

  • PrEP Emtricitabin / Tenofovirdisoproxil
  • Hexal 200mg / 245mg Filmtabletten 
  • 28 Stück zur Verblisterung

Die Angaben „PrEP“, „28 Stück“ und „zur Verblisterung“ sind dabei absolut notwendig. Nur so erhält man den günstigen Preis.

Mit diesem Rezept geht man zu einer der teilnehmenden Apotheken.

Nach ca. 2 bis 3 Tagen können die Medikamente dann in der Apotheke abgeholt werden. Bei Fragen zur PrEP stehen die teilnehmenden Apotheken auch gerne zur Verfügung.

Weitere Möglichkeiten der PrEP auf Privatrezept

Die Kosten für die anderen zugelassenen PrEP-Medikamente liegen je nach Herstellerfirma zwischen 70 Euro und 800 Euro für eine Monatspackung. Diese Medikamente sind über jede Apotheke in Deutschland zu bekommen.

PrEP aus dem Ausland

Andere Wege, sich PrEP-Medikamente zu besorgen (z.B. im Ausland oder auf dem Schwarzmarkt), können mit Risiken verbunden sein.

Wichtig sind auf jeden Fall eine gute ärztliche Beratung, Vorbereitung und Begleitung der PrEP. Von Selbstversuchen ist dringend abzuraten.