PrEP ab 50 Euro

In Deutschland können Ärzt_innen die PrEP verschreiben, wenn sie zuvor das Schulungsmaterial dazu vom jeweiligen Hersteller der PrEP-Pillen bekommen haben.

Eine Verschreibung kann allerdings derzeit nur auf Privatrezept erfolgen. Das heißt: Die Kosten für Tabletten muss man selbst tragen. Für die notwendigen ärztlichen Untersuchungen können weitere Kosten anfallen. Dies muss mit dem Arzt oder der Ärztin besprochen werden.

Seit Oktober 2017 gibt es die Möglichkeit, die PrEP für rund 50 Euro pro 28 Tabletten in teilnehmenden Apotheken in ausgewählten deutschen Städten zu bekommen. Das entspricht der Menge für eine vierwöchige Dauer-PrEP bei täglicher Einnahme.

Dazu benötigt man von seinem Arzt oder seiner Ärztin ein Privatrezept, auf dem Folgendes verordnet sein muss:

  • PrEP Emtricitabin / Tenofovirdisoproxil
  • Hexal 200mg / 245mg Filmtabletten 
  • 28 Stück zur Verblisterung

Die Angaben „PrEP“, „28 Stück“ und „zur Verblisterung“ sind dabei absolut notwendig. Nur so erhält man den günstigen Preis.

Mit diesem Rezept geht man zu einer der teilnehmenden Apotheken.

Nach ca. 2 bis 3 Tagen können die Medikamente dann in der Apotheke abgeholt werden. Bei Fragen zur PrEP stehen die teilnehmenden Apotheken auch gerne zur Verfügung.

Weitere Möglichkeiten der PrEP auf Privatrezept

Zudem besteht die Möglichkeit, sich die PrEP ohne Verblisterung ärztlich verschreiben zu lassen, ebenfalls auf Privatrezept. Die Kosten liegen hier derzeit je nach Herstellerfirma zwischen etwa 70 und 800 Euro für eine Monatspackung. Diese Medikamente sind über jede Apotheke in Deutschland zu bekommen.