Laborwerte und ihre Bedeutung

Unter dem Begriff „Laborwerte“ werden die Ergebnisse einer Blutuntersuchung zusammengefasst. Menschen mit HIV wird empfohlen, ihr Blut regelmäßig untersuchen zu lassen. Anhand der Laborwerte kann man feststellen, wie stark sich das Virus vermehrt und welche Folgen die Infektion für den Körper hat.

Zwei Laborwerte sind besonders wichtig: Die Viruslast gibt an, wie viele HIV-Viren sich im Blut befinden. Die Zahl der Helferzellen zeigt an, in welchem Ausmaß das Immunsystem bereits geschädigt ist.

Der Arzt oder die Ärztin kann an diesen Werten erkennen, ob ein Behandlungsbeginn ratsam ist oder ob die laufende Therapie richtig wirkt. Wenn sich die Werte trotz Therapie dauerhaft verschlechtern, ist ein Wechsel der Therapie notwendig.

Neben dem Immunstatus werden noch weitere Blutwerte bestimmt, um festzustellen, wie sich das das Virus und die Medikamente auf innere Organe und Knochen auswirken.

Unter dem Begriff „Laborwerte“ werden die Ergebnisse einer Blutuntersuchung zusammengefasst. Menschen mit HIV wird empfohlen, ihr Blut regelmäßig untersuchen zu lassen. Anhand der Laborwerte kann man feststellen, wie stark sich das Virus vermehrt und welche Folgen die Infektion für den Körper hat.

Viruslast

Mit „Viruslast“ bezeichnet man die Menge der HIV-Viren im Blut. Gemessen wird die Zahl der Viruskopien pro Milliliter Blutplasma.

Je stärker HIV sich vermehrt, desto höher die Viruslast und desto stärker die Schädigung des Immunsystems.

Eine HIV-Therapie verfolgt das Ziel, die Viruslast so weit zu reduzieren, dass HIV mit den gängigen Verfahren nicht mehr nachweisbar ist. Das ist der Fall, wenn die Viruslast unter 20 bis 40 Viruskopien pro Milliliter Blut sinkt.

Wichtig zu wissen: Die Viruslast kann stark schwanken. Zu Beginn einer HIV-Infektion ist sie extrem hoch und geht dann wieder zurück. Auch bei einem grippalen Infekt oder anderen Infektionen kann sie bei einer unbehandelten HIV-Infektion ansteigen.

Helferzellen

Anhand der Zahl der Helferzellen (auch CD4-Zellen oder T-Helferzellen genannt) lässt sich feststellen, inwieweit HIV das Immunsystem bereits geschädigt hat. Die Helferzellen haben eine wichtige Funktion bei der Steuerung der körpereigenen Abwehrkräfte. Je weniger Helferzellen, desto anfälliger ist der Körper für bestimmte Infektionen.

Die Leitlinien empfehlen heute, möglichst bald nach der HIV-Diagnose mit einer Therapie zu beginnen. Solange die Helferzellzahl über 500 pro Mikroliter Blut liegt (= Normalwert), kann es im Einzelfall aber auch gute Gründe geben, mit dem Therapiestart noch zu warten.

Bei weniger als 200 Helferzellen besteht ein hohes Risiko für so genannte aidsdefinierende Erkrankungen. Dazu gehören zum Beispiel schwere Lungenentzündungen und Tumoren.

Wenn mit einer HIV-Therapie begonnen wird, steigt die Zahl der Helferzellen wieder an. Das Immunsystem erholt sich und ist nicht mehr so anfällig für Erkrankungen.

Sonstige Werte

Bei der regelmäßigen Blutuntersuchung werden neben der Viruslast noch weitere Werte untersucht.

Anhand der Leberwerte lässt sich feststellen, ob die Medikamente die Leber geschädigt haben oder ob eine Leberentzündung (Hepatitis) besteht.

Auch mehrere Blutfettwerte wie zum Beispiel Cholesterin werden regelmäßig bestimmt, denn viele HIV-Medikamente können Störungen des Fettstoffwechsels verursachen. In einem solchen Fall kann man gegensteuern, zum Beispiel durch fettarme Ernährung, Sport, Blutfett senkende Medikamente oder eine Umstellung der Therapie.

Blutzucker, Nierenwerte und Vitamin-D-Spiegel werden bestimmt, um festzustellen, wie die Medikamente und HIV sich auf den Körper auswirken. So kann man zum Beispiel Schädigungen von inneren Organen oder Knochen frühzeitig erkennen und ihnen dann gegensteuern.